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Willkommen auf PSI-Online

Avignon

Seit dem Schuljahr 2008/2009 besteht ein jährlich stattfindender Austausch mit dem Lycée René Char in der südfranzösischen Stadt Avignon in der Provence. Er richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 sowie der E-Phase. Unsere französischen Austauschpartner/innen lernen zwar kein Deutsch, sondern Englisch, gehören aber der "section européenne" (Europaklassen) ihrer Schule an und sind daher Europa und Deutschland gegenüber sehr aufgeschlossen.

Unsere Fahrt führt uns in die ehemalige römische Provincia Narbonensis, die noch vor der Eroberung des restlichen Galliens Teil des römischen Weltreiches wurde, woran nicht nur der Name Provence, sondern auch die zahlreichen gut erhaltenen Sehenswürdigkeiten aus dieser Zeit erinnern, von denen wir einige besichtigen werden. Daher steht dieser Austausch auch Latinisten offen, die uns herzlich willkommen sind

Der Austausch beruht auf Gegenseitigkeit, d. h. die Teilnehmer/innen sind in den Familien ihrer Austauschpartner/innen untergebracht.  Im jeweiligen Gastland haben sie  die Gelegenheit,  den Unterricht zu besuchen und gemeinsam mit ihren Lehrkräften landeskundliche Exkursionen zu unternehmen.

Ansprechpartner: Herr Pauker

Die nächsten Termine:

PSI in Avignon:           So. 23.04. - Mo. 01.05.2017

Franzosen in Idstein:  Sa. 13.05. - Sa. 20.05.2017

Anmeldeschluss: Montag, 28.11.2016

Anmeldeformular herunterladen

 

Palais du pape

Papstpalast: Von 1309-1403 residierten Päpste und Gegenpäpste in Avignon.

 

Pont du Gard

Teilnehmer der 1. Stunde am Pont du Gard, einem römischen Aquädukt in der Nähe von Nîmes

 

Sur le Pont d'Avignon...

Bericht über unseren Aufenthalt in Avignon vom 13.-21.05.2016

Von Luis Kühnemann

Unsere französischen Austauschpartner waren im April bei uns und jetzt stand unsere Reise nach Avignon an. Von Idstein über Frankfurt fuhren wir mit dem TGV nach Avignon, wo uns die Gastgeberfamilien vom Bahnhof abholten.

3.4 TGV.jpg

"Notre" TGV à Francfort

Da wir am Freitag vor Pfingsten anreisten, standen erst einmal drei Tage Aufenthalt in den jeweiligen Familien an. Meine Familie fuhr mit mir und meiner Austauschpartnerin ans Meer, in die Camargue und nach Marseille.

Unser erster Gruppenausflug am Dienstag hatte als Ziel den Pont du Gard, einen Teil eines römischen Aquädukts, der den Fluss Gard überspannt. Während einer Führung, bei der wir zahlreiche Erklärungen zu dem Bauwerk erhielten, konnten wir in luftiger Höhe den ehemaligen Kanal durchqueren. Am Nachmittag fuhren wir nach Arles, eine Stadt, die noch zahlreiche Baudenkmäler aus der Römerzeit besitzt und in der van Gogh eine Zeitlang lebte und malte.

Pont du Gard 2016

Vor dem Pont du Gard

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Und auf dem Pont du Gard

Amphitheater in Arles.JPG

Les Arènes: Das Amphitheater in Arles

Am nächsten Tag besuchten wir in kleinen Gruppen den Unterricht des Lycée René Char. Nachmittags lernten wir Avignon bei einer Führung kennen (Besichtigung des Papstpalastes und der aus dem Lied bekannten Brücke, dem Pont d’Avignon).

Donnerstag machten wir einen Ausflug nach Cassis ans Mittelmeer und fuhren mit einem Boot die Küste entlang zu den berühmten Buchten zwischen Marseille und Cassis, die hier Calanques genannt werden. Nach der Bootstour beschlossen wir, eine dieser Buchten zu erwandern und chillten dann dort als Belohnung bei einem Picknick.

Calanques bei Cassis

Eine der Calanques (Buchten) bei Cassis vom Boot aus

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Und sur place (vor Ort) in der Calanque de Port Pin

Am letzten Tag begleiteten uns unsere Austauschpartner der Europaklasse. Wir machten eine Kanutour auf der Sorgue und fuhren anschließend nach Fontaine de Vaucluse, um die Quelle bzw. den Austrittsort der Sorgue zu sehen. Den Nachmittag verbrachten wir in L‘Isle-sur-la-Sorgue, einer kleinen Stadt, die zahlreiche Kanäle des gleichnamigen Flusses durchziehen, in denen noch einige Wasserräder vor sich hinschlummern.

Fontaine Vaucluse

Der Austritt der Sorgue in Fontaine de Vaucluse

Samstag stand der Abschied bevor und danach fuhren wir acht Stunden zurück nach Idstein, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend, weil die Avignon-Woche eines unserer schönsten Erlebnisse war und weinend, weil es so schnell vorüberging.

Insgesamt waren wir eine tolle Gemeinschaft, wir haben weiter Kontakt und haben uns in der Gast- und Gastgeberzeit spontan des Öfteren zum Grillen und Feiern getroffen.
Natürlich hängt der Erfolg eines solchen Austauschprogramms auch immer von den Akteuren ab. Die Kommunikationsbereitschaft der Austauschpartner und die Organisation des Programms sind wichtige Faktoren. Ganz großen Anteil an der zurückliegenden tollen Zeit hatten Herr Pauker und Frau Simon, denen wir herzlich danken möchten.
Ich kann es jedem empfehlen, man bekommt eine Menge Input, festigt seine Sprachkenntnisse und findet neue Freunde.

Erstellt: Wolfgang Pauker (24.02.2012) Letzte Änderung: Wolfgang Pauker (22.04.2017)