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Bericht zur Aufführung "Dann eben mit Gewalt"

„Dann halt mit Gewalt“

Der Q2-Oberstufenkurs im Darstellenden Spiel von Frau Holland-Best inszenierte dieses Jahr das Stück „Dann eben mit Gewalt“ (frei nach Jan de Zanger). Vergangenen Mittwoch versammelten sich zahlreiche Besucher um 19 Uhr in der Mensa und wurden zunächst mit einer Choreographie des  WU – Kurses (DSP) Jahrgangsstufe 9 in das Thema 'Gewalt' eindrucksvoll eingeführt.

Es folgte eine Szene, in der maskierte schwarz und weiß gekleidete Jugendliche eine Schlägerei zu spannungsgeladener Musik und Flackerlicht vollzogen. Danach beginnt die eigentliche Handlung:  Eine Schulklasse sitzt im Unterricht, die Schüler mehr oder weniger aufmerksam und interessiert. Die Normalität der Szene wird sogleich gestört, als die Schülerin Fatima  verspätet und hinkend den Klassenraum betritt. Ihr Freund und Mitschüler Alex reagiert sofort besorgt und erfährt, dass Fatima von vermummten Gestalten angegriffen wurde. Die Lehrerin macht ihre Schülerinnen und Schüler zu Unterrichtsbeginn auf die  Blitzpfeile und andere Schmierereien an den Wänden der Schule aufmerksam und bittet um Mithilfe bei der Ermittlung der Täter. Aber das ist noch nicht alles: Nun bekommen auch noch Schüler gemeine Drohbriefe von einer ausländerfeindlichen Gruppierung. Trotz dieser massiven Einschüchterungsversuche und eines weiteren brutalen Angriffs auf den Mitschüler Oktay, der sogar im Krankenhaus behandelt werden muss, will Alex herausfinden, wer dahinter steckt und wer seine Freundin Fatima zusammengeschlagen hat. Im Laufe der Untersuchungen erhält Alex zunehmend Unterstützung von Ines, einer Schülerin der Nachbarschule, die sich nicht nur um die Vorgänge, sondern auch sehr um Alex Herz bemüht. Dieser liebt jedoch nur Fatima.
Die Schülerinnen und Schüler spielen ihr Stück sehr konzentriert und überzeugend. Die Charaktere werden in ihren Gefühlen und Haltungen deutlich erkennbar. Hauptrollen wurden doppelt besetzt, so dass jedem Schüler eine Bühnenerfahrung eingeräumt wurde. Durch technische Hilfsmittel werden die schauspielerischen Leistungen gelungen unterstützt. Zum Beispiel hört das Publikum die Gedanken von Alex aus dem Off über eine eigene Stimme durch ein Mikrophon. Die musikalischen Umbauuntermalungen unterstreichen die gefühlte Spannung. Hinzu kommen sehr passend und wirkungsvoll eingesetzte Lichteffekte, welche ebenfalls von der Gruppe geplant und zielgerichtet verwendet wurden.

Im Verlauf der Handlung bestätigt sich, dass es sich bei der aggressiven Gruppierung um Mitschüler handelt, die immer offener auftreten. Schließlich werden sie durch ein eigenes Handzeichen, mit dem sie sich untereinander begrüßen, für jeden erkennbar. Auch mindestens ein Lehrer gehört zu der ausländerfeindlichen Gruppe, die in ihrem Ausmaß weit über die zunächst vermuteten fünf bis sechs Schüler hinausgeht.
Ob es Alex, Fatima und ihren Freunden gelingt, das entstehende Misstrauen gegen jede und jeden auszuhalten und die Täter zu stellen, soll nicht verraten werden. Eines steht allerdings fest: Die rückwärtslaufende Zeit endet im Finale der Aufführung, die für den Zuschauer mit Wucht und Überraschung eintritt; die Zeit des Nachdenkens beginnt bereits mit dem großen Schlussapplaus.

 

 

gruppenfoto

 

Rollenbesetzung

Alex: David Winterhagen, Johannes Marsch

Fatima: Alessandra Kruk, Celina Wrigg

Ines: Lea Hofmann, Sophia Trettin

Anne: Sabrina Buntrock, Aila Christ (krank)

Martin: Lucas Cecchino

Oktay: Tim Grensemann

Till: Javier Stephan-Jimenez

Carla: Leah Beuther

Gerd: Daniel Urban

Herr Noya + Schüler: Michelangelo Giandinoto

Herr Holzmann + Schüler: Massimo Weis

Frau Fischer: Leonie Ferdinand

Herr Donkers: David Hablowetz

Schulleiter + Schüler: Philip Stachowiak

Mutter von Alex: Claudia Schütze

Technik-Team: Philip Stachowiak, David Hablowetz, Tim Grensemann, Javier Stephan-Jimenez

Erstellt: Katrin Meyer (16.05.2017) Letzte Änderung: Martin Pörschmann (23.09.2017)